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Unsere letzte Tour brachte uns mit dem Bus nach Cape Reinga, dem “noerdlichsten” Punkt Neuseelands. Unsere zweistuendige Hinfahrt gestaltete sich sehr unterhaltsam, da unser Maori-Busfahrer viele Geschichten ueber die Gegend erzaehlen konnte (zum Beispiel zu zwei voellig verfallenen Holzhaeusern neben dem noerdlichsten Pub Neuseelands, die eine Polizeistation und einen Gemischtwarenladen mit Poststation beherbergten. Der Bewohner dort fungierte vor langer Zeit als Pubbetreiber, Postbeamter, Gemischtladenbesitzer, Polizist und Richter in einem). Ausserdem entpuppte sich unser Fahrer als ausgezeichneter Saenger alter Maori-Lieder, in die ein aelterer Neuseelaender in unserer kleinen Reisegruppe begeistert einstimmte.
So gelangten wir endlich an das Cape, and dem die Tasmanische See und der Pazifik in einer hell-dunklen Linie aufeinander treffen. Die Sage erzaehlt, dass die Geister der verstorbenen Maoris ihre letzte Reise ueber den langen Festlandstreifen antreten, um dann von den Wurzeln eines alten Baumes auf den Klippen ins Meer zu steigen. Von den “Three Kings Islands”, die man am Horizont sehen kann, blicken sie sich ein letztes Mal um, um dann in ihre Heimat Hawaikii zurueckzukehren.
Die Rueckfahrt fuehrte uns zu riesigen Sandduehnen, auf denen wir mit Body Boards hinunter zu surfen versuchten. Weiter ging es mit unserem Bus auf den 90 Mile Beach, der offizielle als Highway ausgezeichnet ist. So donnerten wir an der Brandungslinie entlang, rechts von uns das Tasmanische Meer, links von uns die Duehnen, in denen wir sogar ein paar der dort lebenden Wildpferde sehen konnten. Nach einem langen Tag voller Maori-Mystik kamen wir am fruehen Abend wieder in unserer Lodge an.
Und ehe wir es uns versahen, stand auch schon unser letzter Abend in der Endless Summer Lodge ins Haus. Ramona hatte ein “Potlach” organisiert, ein grosses Essen, zu dem jeder, der mitmachen wollte, etwas beisteuern konnte. Die meisten Hostelbewohner machten mit und ein paar Freunde von Ramona und Judd kamen auch vorbei. Feli und ich machten Kartoffelsalat mit Frikadellen, Tim und Matthias Pizza und Ramona Indisches Huehnchen mit Reis. Dazu kamen frisch gesammelte Muscheln vom Strand, Hamburger, selbstgebackenes Brot mit Knoblauchbutter und noch vieles andere mehr.
Als wir alle schon vollkommen abgefuellt waren, machte jemand noch zwei Packungen Eis auf und Feli und ich wurden ueberredet, auf dem Barbecue unsere Schokoladen-Bananen zu machen. Und als die fertig waren, brachte Ramona auch noch eine Torte an – extra fuer uns beide und Richard, der nach einem mehrwoechigen Surfkurs auch kurz vor seiner Abreise stand.
Der Abend war wunderschoen und ein grossartiger Abschluss unserer Neuseelandreise. Mittlerweile sind wir wieder in Auckland und werden am Dienstag nach Christchurch fliegen, von wo aus wir zwei Tage spaeter endlich unseren Heimflug antreten. Wir freuen uns schon sehr auf Zuhause!
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Nun sind wir schon seit fast zwei Wochen in der Endless Summer Lodge und fuehlen uns pudelwohl. Die Arbeit geht schnell von der Hand (mittlerweile sind wir ja jetzt richtige Experten im Putzen und Bettenmachen).
Die letzten Tage haben wir viel mit Tim und Matthias verbracht, zwei Deutschen, die hier kurz nacheinander angekommen sind. Als uns Judd, der das Hostel leitet, solange die Besitzer im Urlaub sind und als Surflehrer in Ahipara arbeitet, verguenstigen Surfunterricht anbot haben wir spontan ja gesagt und sind zu viert den Ninety Mile Beach hinauf gefahren bis zu einer Stelle, an der die Wellen besonders gut fuer Beginner waren. Nachdem wir in unsere Wetsuits gestiegen waren und einige Trockenuebungen an Land gemacht hatten, ging es auch schon ins Wasser. Fuer mich hiess es vor allem, zuerst einmal meine Angst vor hohen Wellen zu besiegen. Dann schmissen wir uns auf unsere Bretter und versuchten den gesamten Nachmittag, es auf die Beine zu schaffen. Die Jungs schafften das ziemlich schnell, bei uns hat es bestimmt 2 Stunden gebraucht ( und vielleicht 2 Sekunden angedauert …)
Erschoepft und gluecklich kamen wir am Abend an und entschlossen uns zu einer weiteren Stunde am naechsten Nachmittag. Diesmal kam noch Maxime aus Belgien mit. Das Wetter war diesmal viel stuermiger und es regnete ununterbrochen, die Wellen waren chaotisch und unberechenbar, trotzdem schafften wir es ein paar Mal, uns ganz ansteandig auf dem Brett zu halten. Weil Surfen wirklich, wirklich hungrig macht, fuhren wir noch am selben Abend Einkaufen und kochten zu fuenft ein grossartiges Essen (Steaks, Kumara-Pommes, Kartoffeln und Mangold-Sosse). Zwei Tage spaeter ging es an die Ostkueste, diesmal nicht ans Tasmanische Meer, sondern an den Pazifik, wo das Wetter wirklich traumhaft war.
Abschliessend laesst sich sagen, dass in der naechsten Zeit wohl noch keine Surf-Goettinnen aus uns werden, es aber einen Heidenspass gemacht hat und wir uns demnaechst bestimmt noch einmal in die Fluten stuerzen werden.
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Seit einer Woche wwoofen wir nun schon in der paradiesischen “Endless Summer Lodge”. Die befindet sich in der Naehe von Ahipara, einem Oertchen in der Shipwreck Bay am Anfang des Ninety Mile Beaches, dem letzten langen Zipfel der Nordinsel.
In dem umgebauten Haus aus der Gruenderzeit arbeiten wir ca. 2.5 Stunden taeglich (Putzen und Betten machen) und bekommen dafuer freie Unterkunft.
Direkt vor dem Haus befindet sich ein traumhafter Strand mit Sand Felsen aus Lavagestein. Da diese Gegend hier ein Paradies fuer Surfer ist, ist auch meistens das Hostel voller surfbegeisterter Jungspunde und es bilden sich immer wieder lustigte Grueppchen von netten Leuten (meistens aus Deutschland).
Wir freuen uns noch auf ein paar entspannte Tage und wollen noch den Strand ein wenig ausgiebiger erkunden und vielleicht sogar mal ein paar selbstgesammelte Muscheln zubereiten.
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Gemeinsam mit einer Frau, die in der Little Earth Lodge arbeitet, sind wir umsonst bis nach Paihia in der Bay of Islands gefahren, wo zur Zeit ein grosses Country Festival stattfindet (die Parkplaetze stehen voller riesiger Campervans, die Strassen sind ueberfuellt mit Cowboyhut und -Stiefeln bekleideten Leuten, die im Takt zu westlichen Klaengen wippen).
Hier haben wir gemeinsam mit Laura (Deutschland), Lorenzo (Italien) und Laurie (England) einen kleinen Walk auf einen Berg ueber der Stadt gemacht. Morgen geht es schon weiter – nach Ahipara, wo wir in der Endless Summer Lodge einen Platz zum Wwoofen gefunden haben.
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Auch unser letzter Tag in Rotorua verlief ereignisreich und spannend: Wir trafen eine aeltere Dame wieder, die wir aus dem Riverstone Backpackers in Turangi kannten und die uns gleich anbot, mit uns zum Waimangu Valley zu fahren. Dabei handelt es sich um ein einmaliges Naturschutzgebiet mit der weltweit juengsten geothermalen Aktivitaet.
Dieses beruehmte Tal entstand 1886 durch einen Ausbruch des Mount Tarawera. Durch die Eruption entstand ein 17 Kilometer langes Tal, der den Lake Rotomahana auf das Zwanzigfachte vergroesserte und den Mount Tarawera spaltete. Hier dampft und brodelt es aus allen Ritzen: der gesamte See am Eingang des Tal wird “Frying Pan” (Bratpfanne) genannt, weil er so sehr kocht, dass man grosse Blasen an der Oberflaeche zerplatzen sehen kann. Stinkender Dampf und kleine, sprudelnde Geysire dringen ueberall aus dem Boden.
Der beruehmte „Inferno Crater“ ist, wenn das Wasser kurz vor dem Ueberlaufen steht, strahlend hellblau. Das Besondere an dem See ist, dass sich sein Wasserpegel nach einem 38-tägigen Rhythmus ändert. 21 Tage lang steigt das Wasser bis zum Rand des Kraters, 2 Tage fließt das Wasser über den Rand, um dann in 15 Tagen wieder bis 8 Meter unter den Rand zu sinken.
Der Waimangu-Geysir war zwischen 1902 und 1904 der hoechste Geysir der Welt und erreichte eine Hoehe von 460 Metern. Durch einen Erdrutsch im Jahre 1904 erlosch er, nachdem sich in dessen Folge der Wasserspiegel veränderte. Der Geysir war von Steinen und Schlamm schwarz gefaerbt, weshalb ihm die Maori den Namen “Waimangu”, Schwarzes Wasser, gaben.
Nach diesem Abenteuer wurde der Abend jedoch erst richtig spannend: wir hatten nach vielen heissen Empfehlungen die Teilnahme an einem Hangi gebucht, einem Festessen mit traditioneller Show, wie sie nirgendwo so zahlreich aufgefuehrt werden wie in Rotorua, der Heimat der ersten hier siedelnden Maori.
Wir hatten uns fuer das Hangi des Mitai Stammes entschieden, des offenbar mit Abstand besten Hangis Neuseelands, das auch mehrere Preise gewonnen hat. Die Show begann mit einer Einleitung in die Kultur der Maori und die Besiedelung eben des Stueck Landes, auf dem wir uns gerade befanden, durch unseren Guide, einem Mitglied des Mitai Stammes (die Show wird fast ausschliesslich von den Mitgliedern der weitverzweigten Mitai Familie organisiert und aufgefuehrt).
Danach ging es auf eine kurze Wanderung durch den naechtlichen Wald entlang eines Flusses und einer puren Quelle, aus der bereits die Vorfahren des Mitai Stammes ihr Trinkwasser geholt hatten. Dann warteten wir etwa 10 Minuten im Dunkeln am Rand des Flusses, bis wir ploetzlich laute Rufe auf Maori hoerten und ein mit Fackeln erhelltes Kriegsboot den Fluss entlang schwomm, das von 7 traditionell gekleideten Maori Kriegern gepaddelt wurde. Atemlos beobachteten wir wie die Krieger unter lauten Kommandos und Gegenrufen auf Maori das Boot an Land steuerten und, einem Pfad folgend, im Dunkel des Waldes verschwanden. Wir liefen zureuck zum Zelt, in dem bald darauf die Show begann. Die Darbietungen fanden auf einer Waldlichtung, zwischen traditionellen Haeusern und an flackernden Lagerfeuern statt, genau an dem Ort, an dem sich vor etwa 400 Jahren der Mitai Stamm niedergelassen hatte. Den Anfang machte eine symbolische Friedenszeremonie zwischem dem “Haeuptling” der Mitais und Rob, einem Amerikaner aus den Reihen der Zuschauer, der als unser Repraesentant fungierte. Es folgten Gesaenge der Frauen, Stockkampfuebungen der Maenner, verschiedene Taenze und Lieder, Geschicklichkeitsuebungen, eine (wirklich Ehrfurcht gebietende) Vorfuehrung der traditionellen Waffen und am Ende ein Speertanz und eine grossartige Variante des weltberuehmten Hakas. Am Ende der Show gab es ein ausgiebiges Mahl aus der traditionellen Hangi-Grube (Lamm, Haehnchen, Kartoffeln, Kumaras und dazu verschiedenste Salate, Sossen und suesse Nachtische). Der Abend war einfach genial und wird fuer uns immer unvergesslich sein. Durch das Mitai Hangi konnten wir uns der Kultur der Maori ein Stueckchen annaehern und Eintauchen in die faszinierende Welt der Ureinwohner Neuseelans.
Von Rotorua ging es fuer uns nach Auckland, wo wir erneut ein paar Tage in das Gewimmel der Millionenstadt eintauchten. Morgen nehmen wir den Bus nach Whangarai, drei Stunden noerdlich von hier.
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Unser naechster Halt war Taupo, die Destination fuer alle Adrenalin-Junkies. Da wir aber weder Bungee-Jumpen, noch Sky Dyven wollten, gestaltete sich unser Aufenthalt hier etwas ruhiger als fuer die meisten anderen Backpacker. Dummerweise erreichten wir Taupo gleichzeitig mit einem maechtigen Cylon – Stromausfall im gesamten 10.000-Einwohner-Ort war die Folge. Da es mittlerweile bereits gegen 6 Uhr dunkel wird, verbrachten wir unseren ersten Tag mit Lesen, Scrabble spielen und kochen unter dem Licht unserer Stirnlampen. Am naechsten Tag hatten wir eine Wanderung zu den Huka Falls geplant. Leider war der Weg aufgrund mehrerer umgestuerzter Baeume unpassierbar. Die in der Naehe des Weges gelegenen Hot Springs waren besetzt von biertrinkendem Partyfolk, weshalb wir erst am naechsten Abend nach Einbruch der Dunkelheit dorthin zurueckkehrten – und ein ausgedehntes Bad in den dampfenden Quellen, ganz fuer uns allein, geniessen konnten.
Weiter ging es nach Rotorua (oder, wegen des ueber allem liegenden Schwefelgestanks, von unserem Fahrer ¨Rotten Vegas” genannt). Rotorua ist bekannt fuer seine geothermalen Parks, von denen wir bereits einen besucht haben. In mehr oder weniger grossen Loechern im kalkigen Boden kocht das Wasser vor sich hin wie in einem Topf. Frueher haben die Maoris hier sogar ihr Essen gegart.
Eines unserer Highlights war die Tour nach Matamata, wo sich der Drehort fuer Hobbiton (oder, in Deutsch, Hobbingen) befindet. Das 120 Quadratkilometer grosse Gebiet steht seit Abschluss der Herr der Ringe Dreharbeiten fuer Besucher offen. Normalerweise kann man nur die weissen Umrisse der Hobbithoehlen betrachten, da die gesamte Verkleidung nach Ende der Arbeiten entfernt werden mussten. Sechs Monate vor Beginn der ¨Hobbit¨-Dreharbeiten wurde jedoch alles wieder aufgebaut und durch weitere Bauten ergaenzt.
Da sich Regisseur Peter Jackson zum geplanten Drehbeginn jedoch unvermutet einer Magengeschwuer-OP unterziehen musste, wartet das fertige Set jetzt noch weiterhin auf seine Nutzung, die aufgrund des anstehenden Herbsts/Winters wohl erst gegen Ende dieses Jahres zustande kommen wird. Wir hatten somit also die einmalige Moeglichkeit, ALLES komplett fertig ausgestattet bewundern zu koennen.
Wir mussten leider unterschreiben, dass wir keinerlei Fotos veroeffentlichen und keine genaueren Informationen herausgeben werden (datenrechtlicher Wischwasch) – ansonsten wuerde uns ein Schadenersatz in Hoehe von 5 Mio $ bluehen – aber lasst es uns so ausdruecken: Das Set in Matamata IST Hobbingen. Alles sieht genauso aus, wie man es sich vorstellt, man laeuft zwischen saftig gruenen Huegeln umher, in die die niedlichsten Hobbithoehlen hineingebaut sind. Wir haben das ¨Wirtshaus zum Gruenen Drachen¨ mit der Steinbruecke und der Wassermuehle gesehen und viele huebsch angelegte Hobbitgaerten. Der grosse Festbaum steht wirklich direkt neben dem Weiler und auf der anderen Seite davon erhebt sich Beutelsend mit Bilbos Hoehle.
Die Tour war einmalig und unser Guide hatte so lustige Hintergrundinfos zu erzaehlen, dass wir aus dem Lachen nicht mehr herauskamen. Auf die zahlreichen Fotos, die wir gemacht haben, muesst ihr warten, bis wir zurueck in Deutschland sind!
Wir bleiben noch ein wenig in Rotorua und versuchen uns nebenbei um den naechsten Wwoofing-Platz zu kuemmern. Ausserdem muessen wir dringend das naechste Elektronikgeschaeft aufsuchen, da unsere beiden Mp3-Player defekt sind und unser Laptop nun endgueltig den Geist aufgegeben hat (entschuldigt daher die ungewoehnlichen Umlaute und die absofort eingeschraenkt und unbearbeitet hochgeladenen Fotos).
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